NarrARE

Verein für Erzählen und künstlerische Gestaltung

Blumberggasse 4/15, 1160 Wien

 

Obfrau: Dr.in Margarete Wenzel, Erzählerin, Referentin, Autorin, Storytelling-Fachfrau,

www.storytelling-wien.at, http://von-mund-zu-ohr.at/erzaehlerinnen/margaretew

Schriftführerin: Dr. in Claudia Mohr, Pädagogin, Sprecherin, Erzählerin,

www.erzaehl-art.at, http://von-mund-zu-ohr.at/erzaehlerinnen/ClaudiaM

designierter Kassier: Christopher Robin Goepfert,

https://goyastorys.art/, http://von-mund-zu-ohr.at/erzaehlerinnen/ChristopherG

 

Verein NarrARE organisiert seit 2008 regelmäßig Veranstaltungen mit freiem mündlichem Erzählen und tritt für sparten­übergreifende Kunstprojekte ein.

Subventioniert wurden diese Veranstaltungen vom Kulturamt der Stadt Wien (MA 7, im Rahmen des autonomen Kulturbudgets der Bezirke (Ottakring, Währing, Hietzing...), der Wissenschaftsabteilung und anderen Teilbereichen), von der MA 17 (Magistratsabteilung der Stadt Wien für Interkulturalität und Diversität) und anderen Institutionen. Spenden, sowie Teilnahmezahlungen für Seminare und Veranstaltungen tragen zudem das Vereinsbudget.

 

Der Verein kooperiert in Projekten mit verschiedenen anderen Interessenvertretungen (u.a. Erzähler ohne Grenzen und Verband der Erzählerinnen und Erzähler) und Bildungs­institutionen  (Jugendhaus Kassianeum/Brixen/Südtirol/ Italien, Zwischengezeiten/Bamberg/ Deutschland).

 

Lerngangsabsolvent*innen der Maerchenakademie-Wien, Interessent*innen aus zahl­reichen Seminaren und Erzählveranstaltungen, sowie Zuhörbegeisterte bilden einen lebhaften Interessent*innenkreis, nehmen an den Veranstaltungen des Vereines teil, erwerben die Bücher der Edition NarrARE, gerne auch um sie weiträumig im Bekannten- und Freundeskreis zu verschenken, und erzählen rundum von den erlebten Veranstaltungen.

Diese Mundpropaganda profitiert von der langjährigen Erzählarbeit der Obfrau, Dr. Margarete Wenzel, in Wien, Südtirol, Salzburg, Innsbruck, München und an anderen Orten. Teilnehmer*innen haben sich Empfehlungen, die aufgrund persönlicher Begegnung mit Margarete Wenzels erzählerischer Arbeit vor bis zu zwanzig Jahren ausgesprochen wurden, so lange gemerkt und kommen nach Wien, um an Veranstaltungen  teilzunehmen oder empfehlen sie ihrerseits Bekannten und Verwandten.

Dies macht den Mailverteiler (um die 900 Interessent*innen-Adressen) des Vereins (bzw. seiner Obfrau) so effektiv.

Die profunde Erfahrung der Schriftführerin, Dr. Claudia Mohr, die ihrerseits mit der EMG (Europäische Märchengesellschaft) vernetzt ist, Kontakte aus der deutschen Erzählszene nach Wien importiert hat, und ihre Teilhabe an verschiedenen Netzwerken tragen ebenfalls zur Verbreitung der Vereinsaktivitäten ein. Gönner*innen und Interessent*innen tragen immer wieder Angebote und Aktionsideen bei.

 

Verein NarrARE ist Träger der Maerchenakademie-Wien mit ihrer Erzählbibliothek (Vorpremierenbenutzung mit Erzählveranstaltungen und Seminaren seit 1.1.2020, offizielle Eröffnung am 29.3.2020) und ihren mobilen Aktivitäten (Erzählen im öffentlichen Raum, in Cafés, in Apotheken, Parks und anderswo), des KreaTief-Raumes (vormals Kreativwerkstatt Blumberg, jetzt in Umgestaltung) und der Edition NarrARE (vergleiche Anhang).

 

NarrARE leitet sich vom lateinischen Wort für "erzählen" ab. "Homo narrans" ist Repräsentant*in frühester Wort-Kultur, lange vor großflächiger Alphabetisierung.

Erzählen als Kulturtechnik und Universalkompetenz erfüllt soziale, politische, pädagogische, kulturvermittelnde (historisch, kreativ...) philosophische, therapeutische und kommunikative Funktionen.

Das Wort-Spiel mit dem deutschen Wort "Narr" ruft kreatives Potential und gedanklichen Freiraum, Vergnügen an Kultur und Kreativität und eine gewissen Buntheit und Vielfalt auf die Bühne der Vorstellungskraft. In der vielschichtigen Verbindung beider Aspekte werden das Wagnis, sich für eine in den Hintergrund getretene Kulturtechnik zu engagieren und die Lebendigkeit, die das mündliche Erzählen der Gesellschaft der Gegenwart und Zukunft als Ausgleich und Ergänzung zunehmender technisierter Kommunikation bietet, verbunden.

Da andere Kulturen oft ein wesentlich profunderes Handlungswissen von mündlicher Kultur und Erzählen haben als es hier in Österreich Standard ist, ergibt sich zwanglos ein Hang zur Interkulturalität und Welt-Offenheit.

Da das Erzählen per se Brücken zwischen dem, was war, was ist und was sein wird, schlägt, da Gewesenes beim Erzählen "verdaut", angeeignet und verarbeitet wird und auch Visionen und Pläne beim Erzählen reifen, bietet sich eine überzeitliche, für historische Fakten und deren Vermittlung offene und mit weitem Blick gesegnete Herangehensweise an die Projekte und Aktivitäten an.

 

Der Frauen-Anteil im Verein NarrARE, sowohl bei den Mitwirkenden und Organisierenden als auch bei den Teilnehmenden übersteigt in den meisten Kontexten die 50%-Grenze bei Weitem.

 

Aktivitäten des Vereins NarrARE

 

* Maerchenakademie-Wien

Seminare, Aufführungen, Coaching und Forschung zu mündlichem Erzählen und MärchenBegreifen finden unter diesem Namen seit 2008 statt.

Bisher war mit den Veranstaltungen der Maerchenakademie-Wien kein konkreter Raum verbunden. Unter Nutzung der Kreativwerkstatt Blumberg (2008-2019), die 2020 ins "kreaTief" umgewandelt und durch die Erzählbibliothek, Tür 13, ergänzt wird, finden weiterhin Lerngänge und Seminare zum Erzählenlernen, mit Märchen und Storytelling, sowie Aufführungen mit mündlichem Erzählen im kleinen Rahmen statt.

 

Von jetzt an wird der Name der Akademie zunehmend mit den genutzten Räumlichkeiten verbunden. Der Interessent*innenkreis wird eingeladen, das Anliegen, die Kulturtechnik "mündliches Erzählen" in ihrer Qualität als Universalkompetenz und gute Ergänzung zur zunehmenden technisierten Kommunikation wahrzunehmen und einzusetzen.

Die in diesem Rahmen stattfindenden Aktivitäten haben niederschwelligen Charakter, dienen zwar einerseits unter anderem als berufliche Qualifikation, sind aber andererseits ohne Vorbedingung offen für Teilnehmende "jeder Couleur".

Die Maerchenakademie-Wien führte, verbunden mit "Storytelling-Wien", aber auch Projekte für die Schloss-Schönbrunn-Betriebsgesellschaft (2010-2012, Folgeaufträge bis 2019) und die MA 11 (Amt für Jugend und Familie, Wien) und in Kooperation mit dem Jugendhaus Kassianeum, Brixen/Südtirol/Italien Auftrittskurse für Profis, subventioniert vom Österreichischen Bildungsministerium (jährlich seit 2017) durch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

* Projekt "Erzählen Integrativ (EI) für geflüchtete Frauen"

Seit 2016 vernetzen sich hier geflüchtete Frauen, die Erzählwissen aus erster Hand, und damit einen erstklassigen kulturellen Schatz innehaben, und ehrenamtlich engagierte österreichische Erzählerinnen.

Ein Kreis von Interessierten unterstützt das Projekt ideell und materiell, kommt zu Veranstaltungen zuhören,  nimmt am Erscheinen der Projektbücher regen Anteil und trägt durch Nachfragen und Mitdenken zur Entwicklung des Projektes bei.

Eine geflüchtete Frau arbeitet im Projekt EI jeweils mit einer Erzählpatin zusammen. Diese beiden entdecken die, oft im Vergessen versunkenen, traditionellen Geschichten wieder,

re-aktivieren sie, schaffen Brücken zwischen der arabischen, kurdischen, farsi- oder somali- Version der Geschichte und einem neuen deutschsprachigen Erzähl-Zugang. Beide Versionen bilden ein neues gemeinsames Werk, das in den Aufführungen gemeinsam, die Sprachen verflechtend, dargeboten und weiterentwickelt wird.

Engagiert wurden zweisprachige Erzähl-Duos aus dem Projekt unter anderem für die von Südwind organisierte interkulturelle Veranstaltungsreihe "Vielfältig Kultur" im Noosh, 1070 Wien, das Kulturfestival in Kufstein, Tirol 2018 und die Märchentage von WienXtra im Wiener Rathaus.

Sie traten zudem wiederholt im Rahmen der Ottakringer Festwochen auf, unter anderem in der "Kreativwerkstatt Blumberg", dem syrischen "Taybat", dem Pensionist*innenwohnhaus Liebhartstal... und schrieben in Co-Produktion zwei Projektbücher.

Nebenprodukt der so entstehenden Erzähl-Freundschaften sind kleine und größere Alltags-Lösungen wie das Vermitteln von Musikschulplätzen für die Kinder der geflüchteten Frauen, das Helfen bei Amtsgängen, dem Interpretieren komplexer österreichischer Kommunika­tions­­­muster und dem Ringen mit Formularen.

Ein Austausch auf Augenhöhe entsteht. Geflüchtete bekommen Unterstützung beim Einleben und Ankommen in der hiesigen Gesellschaft und Österreicherinnen dürfen an einem authentischen mündlichen Kulturschatz teilhaben, der nur so zugänglich wird.

 

* Edition NarrARE

Hier erscheinen in kleinen Auflagen Bücher mit aus dem mündlichen stammenden und für weitere mündliche Verwendung bestimmten Texten.

Bisher: 1001fach lebenswert (2017), 1002fach lebenswert (2019), Geschichten zum Projekt "Erzählen Integrativ (EI) für geflüchtete Frauen", 11er-Geschichten, Storytelling-Wien im Auftrag der MA 11 (Geschichtensammlung für das Amt für Jugend und Familie der Stadt Wien) (2018)

 

 

* kreaTief

Im Souterrain-Raum (Blumberggasse 4, ca. 80m2, 2 Räume mit flexibler Nutzung, WC, Kochgelegenheit, direkt vom Gehsteig aus zugänglich) finden Seminare der Maerchenakademie-Wien, Erzählveranstaltungen und andere kreative Aktivitäten statt. Eine Nutzungs-Community, die um die Universalkompetenz "mündliche Erzählen" herum und in Verbindung mit dieser Kulturtechnik von Üben musikalischen (Instrumente, Stimme...) und performativen Könnens (Improtheater, Authentic Movement...), sowie kunsthandwerklichen und sonstigen kreativen Aktivitäten (Keramik gestalten, Auffädeln und Zusammenfügen von Treibholz, Steinen, Muscheln, Altmetall, Upcycling, Marmorieren, Knüpfen...) wird aufgebaut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

* Erzählbibliothek

Diese ist im Entstehen begriffen. Ort: Blumberggasse 4, Tür 13, 2. Stock.

Sie wird vorwiegend als Präsenzbibliothek geführt, enthält eine Sammlung von Büchern und anderen Medien, die sich um das mündliche Erzählen und Quellen mündlicher Stoffe.

Hier finden sich sowohl Bände und gesammelte Skripten mit Märchen verschiedener Kulturen, Sagen, literarischen und modernen Geschichten, Fachbüchern über das mündliche Erzählen und Storytelling, sowie Literatur, die mündliche Themen (Alltagskultur, mythische Inhalte, bildliches Denken und dessen Einsatz) und das Erzählen an sich betrifft.

Die Erzählbibliothek wird vorwiegend als Präsenzbibliothek geführt.

Eine kleine Auswahl von Werken kann entliehen werden.

Es finden seit Jänner 2020 Aufführungen (Märchen vom Essen und Einverleiben, Christopher Robin Göpfert, Margarete Wenzel und Elisabeth Schnegg, daraus entstehend die Reihe "Gschmackig") und Seminare im kleinen Kreis ("Nur tote Mütter sind gute Mütter? - Im Märchen!" Jana Raile und Margarete Wenzel, Märchen-Glück u.a.) hier statt.

Der "kreaTief"-Raum dient als Ergänzung und Erweiterung. Je nach Seminargröße werden einer der beiden Räume oder beide gezielt eingesetzt.

Zudem werden spezifische Programmangebote für Erzähler*innen und Interessierte entwickelt und in Zukunft vermehrt angeboten (Repertoire-Tage, Welt-Weise-Frauen-Salon, Stöber-Tage, Erzähl-Beratung, Philosophieren mit Geschichten...).

 

* Naturnahe Grünoase (ausgezeichnet von der MA 22) im Innenhof

Diese wird ab Juni 2020 (beginnend im Rahmen der Ottakringer Festwochen) mit Erzählevents bespielt und dient im Rahmen des Seminare als weiterer Raum mit besonderer Qualität.

 

 

* Website Von-Mund-zu-Ohr , http://von-mund-zu-ohr.at

Seit 2009 organisiert und betreut NarrARE diese  Plattform des Bekanntmachens von mündlichen Erzähler*innen in Österreich und Südtirol.

Sie dient sowohl der Auffindbarkeit mündlicher Erzähler*innen  für Veranstalter*innen, Ausbildungswillige und Zuhör-Interessierte als auch dem Sichtbarmachen der Kulturtechnik und Universalkompetenz "Erzählen".

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